Fritz-Bauer-Gesamtschule

Ein etwas anderer Holocaustgedenktag 2022

Blumen und Kerzen erinnerten am 27.01. vor der Aula an den Holocaustgedenktag. Wie jedes Jahr gedenken wir an diesem Tag besonders der Opfer der Shoah und des NS-Regimes. Wir erinnern uns als FBG daran, dass es nicht selbstverständlich ist, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben und gedenken derer, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden.

Aus den im Unterricht erarbeiteten Beiträgen zum Thema ist eine Galerie in der Aula entstanden, die alle Mitglieder der Schulfamilie einlud, im Schulalltag innezuhalten und sich dem Thema zu widmen. Warum ist es wichtig, dies heute noch und gerade am Holocaustgedenktag immer wieder zu tun? Mit dieser Frage befasste sich die Klasse 8a mit Frau Drescher im Rahmen einer Postkartenaktion vom Anne-Frank-Zentrum. Die am häufigsten zu lesende Antwort war: „Damit das nie wieder geschieht!“ Aber was können wir als FBG im Sinne eines „Nie wieder!“ konkret gegen Antisemitismus und Rassismus tun? Auch mit dieser Frage beschäftigte sich die ausgestellte Postkartenaktion. Hier ist sicherlich ein wichtiger Punkt, dass wir die Shoah im Unterricht thematisieren, auch wenn es dem ein oder anderen unbequem sein mag, auch wenn es ein Thema ist, das schwer zu verdauen ist. Aus diesem Grund lud die Galerie dazu ein, in Erinnerung an die Opfer der Shoah zu gedenken und nicht zu vergessen.

Wer waren die Opfer der Shoah? Im Rahmen einer Plakatausstellung das Leben von Anne Frank anhand vieler ihrer Kinderfotos dargestellt. Hintergrundinformationen zu verschiedenen Unterthemen lieferte der Geschichts-Grundkurs Q1 von Frau Lichtenhagen. Hier konnten Besucher*innen beispielsweise mehr über das Konzentrationslager Ausschwitz erfahren. Zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema regten Filmempfehlungen an, beispielsweise „Die Wannseekonferenz“ (aktuell noch zu sehen in der ZDF-Mediathek) ein.

Aus den Gesprächen in und um den Besuch der Galerie wurde insgesamt ein großes Interesse der Schülerschaft am Thema deutlich, aber auch, wie wichtig es ist, sich immer wieder individuell und im Austausch mit anderen mit der Shoah zu befassen. Dies wurde auch im Projektkurs Geschichte/Internationales (EF) bei Frau Gewiss deutlich. Der Kurs untersuchte in einem Workshop in Kooperation mit Prof. Dr. Martin Aust (Professor für Osteuropäische Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) das Protokoll der Wannseekonferenz und weitere Quellen, die die grausame Bürokratie hinter dem Holocaust verdeutlichten.

Katharina Drescher und Vera Sophia Gewiss