Fritz-Bauer-Gesamtschule

Erinnern heißt verändern - Schüler*innen gedenken der Opfer von Hanau

Am 19. Februar 2022 jährt sich der Anschlag von Hanau, bei dem ein rassistischer Attentäter neun Menschen erschossen hatte, zum zweiten Mal.

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wollen die Schüler*innen aus dem zehnten und elften Jahrgang der Opfer gedenken. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Dennis Bieber, Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus“, organisierten die Jugendlichen eine interaktive Ausstellung im Foyer der Gesamtschule. Denn erinnern heißt verändern.

Die Infotafel „Was ist passiert?“ informiert über die Hintergründe der Tat und Kurzbiographien erinnern an die Opfer. Außerdem recherchierten die Schüler*innen aus der AG weiterführende Informationen zu den Themen „Rassismus und Rechtsextremismus“ und bereiteten Leitfragen vor, die zur intensiven Auseinandersetzung einladen. Eine Woche lang können die Schüler*innen aller Jahrgangsstufen die Ausstellung gemeinsam mit ihren Lehrer*innen besichtigen.

Der Besuch der Gedenkaktion wurde anhand vielfältiger Materialien im Unterricht vorbereitet. Während die jüngeren Schüler*innen mit Bildern und Beispielen für Alltagsrassismus an die Thematik herangeführt wurden, setzten sich die Älteren unter anderem mit Wolfgang Schäubles Gedenkrede auseinander. So entstanden zahlreiche Gesprächsanlässe und eine Sensibilisierung für diese wichtige Thematik.

Die Schüler*innen zeigten sich von der Gedenkausstellung sichtlich berührt. „Es macht mich traurig, dass so etwas in Deutschland passiert ist. Die Ausstellung hat mich wachgerüttelt, dass wir mehr tun müssen, um solche Taten zu verhindern.“, äußerte sich Souhaib aus der Klasse 10 a. Es ist den Jugendlichen wichtig, als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen Bereits seit 2014 ist die Fritz-Bauer-Gesamtschule auf Initiative der Schüler*innen Mitglied in diesem Netzwerk. Die „Schule ohne Rassismus“-AG plant bereits weitere Aktionen, um sich bewusst gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einzusetzen.