Fritz-Bauer-Gesamtschule

Level 10 completed Abschlussfeiern des zehnten Jahrgangs

Gleich vier Abschlussfeiern, eine für jede Klasse, fanden am Donnerstag und Freitag, dem 18. bzw. 19. Juni, in der festlich geschmückten Aula der Fritz-Bauer-Gesamtschule statt. Bis zuletzt mussten die Schulleitung und die Elternvertreter warten, ob Schüler und Eltern gemeinsam feiern können. Doch die neuen Lockerungen machten es möglich: Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln feierten die 120 Schüler*innen mit ihren Eltern und den Klassenlehrer*innen das Ende ihrer Schulzeit.

Abschluss in Zeiten von Corona

„In allen Lebensbereichen gab es in den letzten Monaten Einschnitte und Veränderungen“, eröffnete die Schulleiterin Stephani Overhage ihre Begrüßungsansprache. Während dieser aufregenden Zeit haben die Zehntklässler zunächst von Zuhause gelernt und kamen dann als erste Jahrgangsstufe an die Schule zurück. Anstelle der Zentralen Abschlussprüfungen schrieben sie dann Ersatzklassenarbeiten. Dass diese Zeit für die Jugendlichen nicht einfach war, spiegelt sich auch im gewählten Abschlussmotto wider: „Game over – Level 10 completed  next level“. „Umso stolzer könnt ihr jetzt sein, eure Abschlusszeugnisse in den Händen zu halten“, betonte Overhage.

Einige Jugendliche beginnen im August ihre Ausbildung, andere wechseln an ein Berufskolleg. 70 Schüler*innen setzen ihre Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe der Fritz-Bauer-Gesamtschule fort. Für sie ist es nur ein kurzer Abschied, denn sie werden bereits in der kommenden Woche wieder in die Schule kommen und sich in Workshops des schulinternen „Brückenseminars“ auf die Oberstufe vorbereiten.

Reden

In ihrer Rede, die sie in diesem Jahr gleich vier Mal halten durfte, blickte Stephani Overhage auf die vergangenen sechs Jahre zurück und ist sich sicher, dass alle Schüler*innen das Leitbild der Schule „Leistung einbringen-Vielfalt leben-Wertschätzung erfahren“ erfüllt haben. Ob mit guten Leistungen im Unterricht, dem Engagement in der SV, dem Mitwirken in den Arbeitsgemeinschaften, jeder einzelne habe seinen individuellen Beitrag geleistet. Die Abteilungsleiterin II, Frau Börsch, erinnerte sich in ihren Reden an zahlreiche lustige Erlebnisse mit dem Jahrgang und gab den Schüler*innen den Rat „Wer die Welt verändern will, muss zuerst sich selbst verändern“. Auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Ralf Leder wünschte den Schüler*innen alles Gute für ihre Zukunft. Die Schule stehe mitten in der Gesellschaft und habe den Schülerinnen und Schülern das notwendige Rüstzeug für das weitere Leben vermittelt.

„Am Ende wurde es gut“ – Videogrüße der Klassenlehrerteams

Auch die Klassenlehrer*innen Frau Imsiecke und Herr Müller-Hirschmann (10a), Frau Görtzen und Herr Schmidt van de Weyer (10b) sowie Frau Stuttkewitz und Herr Ruland (10c) blickten in ihren Beiträgen mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die gemeinsamen sechs Jahre zurück. Frau Schweizer und Herr Pürling (10d) präsentierten ein Rollenspiel, in dem sie sich vierzig Jahre später gemeinsam an lustige Erlebnisse mit ihrer Klasse erinnern. Die Anekdoten, zum Beispiel, wie die Klasse auf der Klassenfahrt in den Bus zum falschen Ziel einstieg, oder der Schüler, der für zwei Euro pro Stück zuhause abgeschriebene Schulordnungen verkaufte, brachten die Gäste zum Lachen. Einige Grüße wurden in diesem Jahr als Videobotschaft übermittelt. So buk die langjährige Klassenlehrerin der 10 c, Frau Reuter, ihrer Klasse vor der Kamera einen Kuchen und fügte symbolisch Zutaten wie Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen hinzu. Auch Frau Schulte, ehemalige Klassenlehrerin der 10b, wandte sich per Video an ihre Klasse. Die Schülervertretung ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, dem Abschlussjahrgang zu gratulieren: „Mit dem Abschluss in den Händen – Ihr seid Legenden – werden Helden zu Legenden“, schrieben sie mit bunten Farben an ein Fenster der Aula.

Für den traditionellen Klassenlehrerteambeitrag hatten sich die Klassenlehrer*innen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In einem selbst gedrehten Video zeigten sie sich zunächst als unmusikalische Chaostruppe, die sich am Ende mit viel Übung zu einer erfolgreichen Band mit viel Taktgefühl entwickelte. Ebenso hatten sich die vier Klassen während ihrer Schulzeit von wuseligen Fünftklässlern zu starken Klassengemeinschaften entwickelt.

Schülerreden

Auch die Schüler*innen bedankten sich mit Reden bei ihren Lehrer*innen. Sebastian E. (10b), Henriette W., Mayra K. und Ariana B. (10d) blickten auf humorvolle Art und Weise auf ihre Schulzeit an der FBGS zurück und betonten, dass sie ihre Klassenkamerad*innen vermissen werden.

Ehrungen und Zeugnisvergabe mit Mundschutz

Der Höhepunkt der Feiern waren die Ehrungen für besondere Schülerleistungen, die in diesem Jahr Max S. und Belanna G. (Klasse 10a), Benjamin H. (10c), Sandro B. (10d) und Henriette W. (10d) erhielten. Im Anschluss folgte dann die feierliche Zeugnisvergabe. Neben ihren Abschlusszeugnissen überreichten die Klassenlehrer*innen allen Schüler*innen eine Sonnenblume als Symbol für einen erfüllenden neuen Lebensabschnitt. „Der Mundschutz ist kein Problem, aber dass ich euch nicht drücken darf, ist wirklich schade“, entfiel es Frau Schweizer, als sie sich von einer ihrer Schülerinnen verabschiedete.

„Ich bin so froh, dass wir trotz der aktuellen Lage gemeinsam feiern konnten“, schloss Stephani Overhage die Veranstaltung und bedankte sich noch einmal ganz herzlich bei allen, die zum Erfolg der Feiern beigetragen haben. Das Team der Fritz-Bauer-Gesamtschule wünscht den Schulabgängern alles Gute für die Zukunft!